Die Ventildeckeldichtung an einem Opel ist nichts für die Ewigkeit, manchmal auch nichtmal was für einen Tag, das musste ich gestern feststellen.
Die alte Dichtung schwitze ganz gut - also: Tausch. In diversen Internetforen und Werkstattmeister wurde mir empfohlen die neue Dichtung gut zu verkleben. Ich also zum ATU, Korkdichtung und Loctite besorgt. Die alte raus, Auflagefächen schön gereinigt, Kleber drauf, Dichtung aufgelegt, wieder Kleber drauf unbd schön zugeschraubt - nicht festgedonnert - ist ja schliesslich Alu. Am nächsten Morgen den Testlauf - Dicht. Dann, nach 20 Kilometern hatte ich einen leichten Ölgeruch in der Nase. Dieser wurde stärker, es qualmte vorne und schon sah ich nichts mehr vor Rauch. Was war passiert? Die Dichtmasse ist in die Korkdichtung eingedrungen und hat sie aufgeweicht wie ein Brot im Wasser. Der Ölverlust war jetzt nich lebensbedrohlich - aber immerhin. Also das ganze Spiel nochmal von vorn - aber diesmal ohne Kleber. Oh Wunder - nu isse dicht. Was lernen wir daraus: ATU hat keinen blassen Schimmer von Autoreparaturen - im Internet steht viel Müll und Opel-Technik ist keine wirkliche Technik!
Mittwoch, 26. August 2009
Das Wasserrohr
Und Sie kam nur bis zur Autobahnausfahrt... Wir haben schon vor der Fahrt festgestellt, dass er ein Wenig Wasser verliert. Dann aber, nach einer 30minütigen Autobahnfahrt: Alles Wasser raus. Großer Qualm, alle Lampen an - Motor kocht. Das Wasserrohr (ein Kunststoffrohr unterhalb der Ansaugbrücke) war an der Naht aufgegangen. Der ADAC kam, sah und sagte:
"UIUIUIUI, das sieht gar nicht gut aus". Also ab in die nächste freie Werkstatt mit der Diagnose: "Das Wasserrohr ist (wahrscheinlich) kaputt" Das dauert - und der Motor hat wohl auch was abgekriegt". Dieser sein Satz - hat mir gereicht. Gott sei Dank bin ich ADAC Plus Mitglied und kann mir das Fahrzeug nach Hause bringen lassen - auch wenn die gerne etwas Anderes behaupten. Das Teil kostete letzendlich 30.-€, war etwas friemelig einzubauen, aber nun isser wieder dicht. Der Motor hat überigens nix abgekriegt - so'n 2Liter kann mal kurzzeitig was ab, ist ja deutsche Wertarbeit ;-)
"UIUIUIUI, das sieht gar nicht gut aus". Also ab in die nächste freie Werkstatt mit der Diagnose: "Das Wasserrohr ist (wahrscheinlich) kaputt" Das dauert - und der Motor hat wohl auch was abgekriegt". Dieser sein Satz - hat mir gereicht. Gott sei Dank bin ich ADAC Plus Mitglied und kann mir das Fahrzeug nach Hause bringen lassen - auch wenn die gerne etwas Anderes behaupten. Das Teil kostete letzendlich 30.-€, war etwas friemelig einzubauen, aber nun isser wieder dicht. Der Motor hat überigens nix abgekriegt - so'n 2Liter kann mal kurzzeitig was ab, ist ja deutsche Wertarbeit ;-)
Donnerstag, 23. April 2009
Automaikgetriebe - Ölstand richtig messen
Es gibt wohl kaum etwas, was so oft falsch gemacht wird wie das Ölstandmessen an einem älteren Automatikgetriebe. Neuere Teile haben ja noch nichtmal mehr einen Peilstab!!!
Geht folgendermassen vor:
Es wird grundsätzlich nur bei Betriebstemperatur gemessen, niemals im kalten Zustand. Den Wagen 10 Minuten warmfahren. Die Getriebeöltemperatur sollte dann 50-70 Grad erreicht haben. Jetzt den Fuß auf die Bremse und bei laufendem Motor alle Fahrprogramme einzeln durchschalten. Den Wählhebel auf "P" stellen und nun den Ölstand bei immer noch laufendem motor messen. Jetzt sollte der Ölstand gut oberhalb minimum stehen. Wenn nicht, sofort nachfüllen!
Geht folgendermassen vor:
Es wird grundsätzlich nur bei Betriebstemperatur gemessen, niemals im kalten Zustand. Den Wagen 10 Minuten warmfahren. Die Getriebeöltemperatur sollte dann 50-70 Grad erreicht haben. Jetzt den Fuß auf die Bremse und bei laufendem Motor alle Fahrprogramme einzeln durchschalten. Den Wählhebel auf "P" stellen und nun den Ölstand bei immer noch laufendem motor messen. Jetzt sollte der Ölstand gut oberhalb minimum stehen. Wenn nicht, sofort nachfüllen!
Das Automaikgetriebe AS20
Das Automatikgetriebe des Calibra ist eigentlich grundrobust - es kommt ja auch von Mitsubishi!!! Opel hält (oder hielt) das Getriebe für wartungsfrei, d.h. Öl - bzw Filterwechsel sind nicht vorgesehen. Man konnte sich wohl damals nicht vorstellen, dass 2009 immer noch Calibras unterwegs sein werden - nun ja. Bei einem 18 Jahre alten Auto muss man sich aber vor Augen führen, dass das Hydraulik-Öl auch 18 (!) Jahre alt ist; das gehört raus!!! Lasst das aber bitte machen - hier ist dermassen viel zu beachten und ihr könnt soviel zerstören - Finger weg. In einer guten, freien Werkstatt ist das für unter 100 Euro erledigt - dass sollte euch euer Gefährt wert sein.
Getriebefehler - blinkendes S - Notlaufprogramm
der Wagen schaltet nach kurzer Fahrt in ein Notlaufprogramm, der Rückwärtsgang geht gar nicht. Das Problem (und das kommt häufig vor) liegt am sogenannten Wählhebelpositionsschalter. Über den Programmwählhebel wird ja das entsprechende Fahrprogramm gewählt, o.a. Schalter gibt dann aber das Signal an das Steuergerät. Schatet dieser nicht korrekt, weis das Steuergerät nicht was Sache ist und schaltet in das Notlaufprogramm. Damit kann man sich dann zur nächsten Opelwerkstatt schleppen, die berechnet für das Teil 320.- Euro plus Einbau oooooder: Man macht folgendes:
Der Wählhebelpositionsschalter sitzt oben auf dem Getriebe. Erhat die Form einer Muschel. Programm "P" einlegen, Handbremse ziehen, batterie raus! Am Schalter die linke Mutter lösen, mit welcher der Kanal für den Getriebeölmesstab befestigt ist. Diesen nun vorsichtig beiseite schieben. Rechts nun den Zug aushängen: Sprenring abziehen und den zug entfernen. Der kleine Arm wo der Zug eingehängt war muss abgeschraubt werden. Achtung!!! Nicht das Fahrprogramm beim Schrauben verstellen, lieber den Arm mit einem Schraubendreher festklemmen. Die große darunterliegende Mutter lösen, jetzt kann das ganze Teil von der Achse abgezogen werden. Das Gehäuse ist mit 6 Kreuzschrauben verschlossen. Diese Schrauben lösen und das Gehäuse VORSICHTIG öffnen. Jetzt habt ihr den Salat: Ein völlig versiffter Schalter. Zieht den Schieber vorsichtig ab. Hier sind 3 Schleifkontakte auf Federchen gelagert. Hier muss alles gereinigt und mit Elektronikfett geschmiert werden - Die Kontakte müssen absolut freigängig sein! Die Kontakte notfalls etwas anschleifen. Das Gleiche mit den Schleifschienen. Saubermachen, schleifen, fetten. Jetzt in umgekehrter Reihenfolge alles wieder zusammenschrauben und BINGO: Die Automatik läuft wie neu. Zeitaufwand ca. 2 Sunden.
Der Wählhebelpositionsschalter sitzt oben auf dem Getriebe. Erhat die Form einer Muschel. Programm "P" einlegen, Handbremse ziehen, batterie raus! Am Schalter die linke Mutter lösen, mit welcher der Kanal für den Getriebeölmesstab befestigt ist. Diesen nun vorsichtig beiseite schieben. Rechts nun den Zug aushängen: Sprenring abziehen und den zug entfernen. Der kleine Arm wo der Zug eingehängt war muss abgeschraubt werden. Achtung!!! Nicht das Fahrprogramm beim Schrauben verstellen, lieber den Arm mit einem Schraubendreher festklemmen. Die große darunterliegende Mutter lösen, jetzt kann das ganze Teil von der Achse abgezogen werden. Das Gehäuse ist mit 6 Kreuzschrauben verschlossen. Diese Schrauben lösen und das Gehäuse VORSICHTIG öffnen. Jetzt habt ihr den Salat: Ein völlig versiffter Schalter. Zieht den Schieber vorsichtig ab. Hier sind 3 Schleifkontakte auf Federchen gelagert. Hier muss alles gereinigt und mit Elektronikfett geschmiert werden - Die Kontakte müssen absolut freigängig sein! Die Kontakte notfalls etwas anschleifen. Das Gleiche mit den Schleifschienen. Saubermachen, schleifen, fetten. Jetzt in umgekehrter Reihenfolge alles wieder zusammenschrauben und BINGO: Die Automatik läuft wie neu. Zeitaufwand ca. 2 Sunden.
Einen Cali ersteigert, ou-ha...
So, auf der Suche nach einem geeigneten Zweitwagen tut man sich zur Zeit recht schwer. Dank Abwrackprämie ist der Markt für erschwingliche Kleine völlig kaputt. eBay regt mich auch auf, da be 80% der Auktionen mittlerweile ein "guter Bekannter" mitbietet. Das kann man zwar sehen, scheint aber keinen zu interessieren. Meine Frau sagte dann: "Guck' doch mal nach Calibras!" Ja, das ist nun ein Auto was ich nie haben wollte. Zunächst einmal: Es ist kein kleiner Zweitwagen, sondern ein Sportcoupe mit 2 Litern Hub und mindestens 116PS. Zum anderen ist es ein OPEL. Ich hatte bereits 3 Opels, allsamt schöne Autos - aber die Qualität ist nicht gerade bestechend. Was mich vor Allem ärgert ist, dass viele Teile so früh kaputt gehen. Aber gut: Da war er also. 2.0i, Automatik (das einzig Positive!!!), neuer Tüv, AU und eine Mängelliste - länger als mein ........ Kein Mensch bietet, bis auf die letzte halbe Stunde. Ich warte ab. 300,305,320,350, in den letzten 2 Sekunden gebe ich mein Gebot ab:520.-€. Gewonnen, das Auto gehört uns - die Bietautomatik machte Schluss bei sage und schreibe 406.-€! 3,2,1, meiner Frau ihrs. Also Termin vereinbart, Papiere geholt, angemeldet und dann zu Abholen. Da isser also: Dreckig wie ein Bänker, tief, breit, hart und völlig übertuned. Schwarze Scheiben, Minilenkrad, Böser Blick und weiterer Unfug die die Sicherheit und den Komfort gegen Null gehen lassen. Das Getriebe schaltet nach den ersten Metern in den Notlauf, also bleibt immer im dritten Gang, auch beim Anfahren. Der Rückwärtsgang geht gar nicht. Das kann ja heiter werden. Jetzt 3 mal durch die Waschstrasse, dann konnte mal sehen: Das Auto ist schwarz!
Abonnieren
Posts (Atom)